Fast Forward XIII

Drei Tage, drei Filme. Meine Kinobesuche finden immer sehr konzentriert statt.

Sneak Preview: Moneyball (OV)

Es geht um Billy Beane. Billy Beane gibt es wirklich und Billy Beane heißt echt Billy Beane! Billy Beane ist Manager des finanziell angeschlagenen Baseball-Vereins Oakland Athletics. BillyBeane war früher selbst Spieler und hat nun den vollen Ehrgeiz, das Team auch ohne die großen Mittel der anderen Clubs an die Spitze zu führen. Billy Beane verpflichtet hierzu Peter Brand, einen jungen BWL-Absolvent aus Yale. Billy Beane und Peter Brand riskieren viel: Verpflichten Spieler, die niemand mehr aufstellt, verwenden andere Bewertungsschemen, legen sich mit dem Coach an. Billy Beane will unbedingt das letzte Spiel gewinnen!
Brad Pitt spielt Billy Beane und macht die Sache auch gut eigentlich. Problem der 133Minuten: Es geht um Baseball. Und nichtmal um das Spiel selbst, das wäre mangels Regelkenntnis schwierig geworden, sondern um Baseball-Management. Um die Szene der Manager und Verhandlungen um Spieler. Das ist mal ganz interessant zu sehen, aber kein Stoff für über zwei Stunden Film. Auch sonst enthält der Film vieles, was man sich eigentlich hätte sparen können: Die ein oder andere Nahaufnahme hier, das ein oder andere Gefühlschaos dort. Da bringen auch die manchmal ganz witzigen Situationskomiken nichts: Der Film war größtenteils langweilig. Vielleicht hat ein Baseball-Fan (besonders einer aus den Staaten) da mehr Spaß dran.

Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten

Dies ist Teil zwei der “Sherlock Holmes”-Serie. Robert Downey Jr. ist hier Sherlock Holmes, ein durchgeknallter Detektiv aus den Zeiten der vorletzten Jahrhundertwende, der einer Serie von Bombenanschlägen in Europa nachgeht und dabei auch auf die Hilfe der Zigeunerin Simza angewiesen ist. Natürlich neben an der Seite des bereits aus dem ersten Teil bewährtem Dr.Watson. Mit feiner Logik und Schlagfertigkeit in jeder Hinsicht geht Holmes der Sache nach.
Ich machs schnell: Der Film ist gut, auch wenn der erste noch eine Spur besser war. Klar: Die Zeitlupen und flotten Actionszenen waren im ersten Teil sehr gut und das hat man auch in den zweiten Teil übertragen. Auch hier sind diese Szenen super und kommen gut rüber, passen aber nicht wirklich in die Atmosphäre des Films. Holmes überzeugt durch Logik und Spitzfindigkeit, nicht durch Schusskraft. Trotzdem: Guter Film und man muss nichtmal zwingend Teil 1 gesehen haben, um hier mitzukommen.

Gott des Gemetzels

Ok, normalerweise stelle ich an dieser Stelle kurz Auschnitte aus der Handlung dar und komme dann darauf zu sprechen, wie ich den Film so fand. Letztes ist einfach, mit der Handlung des Films laufe ich aber Gefahr, meine Einschätzung des Films lächerlich aussehen zu lassen. Ich probiers trotzdem:
Es geht um die Ehepaare Longstreet (Jodie Foster und John C. Reilly) und Cowan (Kate Winslet und Christoph Waltz), die sich bei den Longstreets in Manhatten treffen, um über eine Beulerei ihrer beiden Söhne zu sprechen. Der Film handelt ausschließlich von diesem Gespräch und findet nur im Umfeld der Wohnung der Longstreets statt. Ein 80-Minuten-Dialog an einem einzigen Ort also.
Jetzt muss ich wohl erklären, warum ich das auch noch super fand, oder? Es liegt wohl an einer Mischung aus der Vorlage (das war mal ein Theaterspiel), den Schauspielern und dem klasse Drehbuch. Die Dialoge und Situationen, die sich im Laufe der Diskussion der zwei Ehepaare ergeben sind und die ständig wechselnde Verteilung der Parteien, die sich gegenseitig Wortgefechte liefern, machen wirklich Spaß! Es sind wirklich 88 urkomische Minuten, die vermutlich Leuten, die selbst Eltern sind, noch mehr bringen als mir. Trotzdem Empfehlung!
Witzig übrigens, dass der Film im tiefsten Manhatten spielt, aber komplett in Frankreich gedreht wurde, weil Her Polanski sich in Manhatten mal erstmal besser nicht sehen lässt…

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Neustart?

Ok, Stammgäste reiben sich jetzt verwundert die Augen und starrt auf diese ungewohnt wirkenden Zeilen Text. Aber die Tatsache, dass ihr dies tut, ist gut. Denn ihr seid auf der Creambase. Und das war bis vor ein paar Stunden wirklich noch unwahrscheinlich. Der Reihe nach: Was zum Teufel ist passiert?
Genau das hab ich mich auch am 01.01. gefragt. Ein Routinebesuch im Admin-Bereich der Creambase führte zu einem totalen Systemabsturz. Was an sich kein Problem darstellt, da ist mein Hoster (also die Jungs, bei denen der Server steht) zuverlässig flott. Aber als dann am 02. und 03. Januar immernoch leere Seiten auf der Creambase zu sehen waren, wurde ich nervös. Im Dialog mit meinem Hoster stellte sich raus: Zum 01.01. haben sich rechtliche EU-Rahmenbedingungen bezüglich Webhosting geändert. Die “reale” Adresse der Creambase (ihr errinert euch an “xps2.microserver”?) darf nun nicht mehr für jeden Besucher zu sehen sein. Zu jedem Zeitpunkt darf einzig die gewählte Domain (also creambase.com) für jeden Besucher sichtbar sein. Einerseits hat mich mein Hoster mit der automatischen Abschaltung der Creambase vor einem eventuellem Besuch eines Abmahnanwalts bewahrt. Andererseits hätte mir das auch mal jemand vorher sagen können. Die Creambase (inklusive Tippspiel und allem anderen, was hier so installiert ist) musste also flott umziehen. Das Problem ist gleichzeitig eine Chance, dachte ich. Die Creambase basierte immernoch auf einer wirklich uralten Version der Server-Software “WordPress”, ein Update war nicht nur aus sicherheitstechnischen, sondern auch aus Effizienz- und Komfortgründen wichtig (die Creambase und ihre Datenbank waren Ende 2011 knapp 3GB an Daten und die neue WordPress-Version erspart mir endlose Code-Fummeleien und verzweifelte php/html5-Versuche).
Es stand also ein Update an. Wie immer vor einem Update: Daten sichern. Die Datenbank über Nacht vom Server geladen, dann noch die alte Version der Creambase löschen und die neue aufspielen. Daten wieder rein, fertig. Soweit der Plan. Daten sichern klappte gut, eine Riesendatei. Die alte Version der Creambase löschen ging auch erfrischend flott. Die neue Version installieren hat schon fast Spaß gemacht, weil es mich an die endlosen Nächte errinert hat, in denen ich vor dem Code gesessen hab. Davon ist fast nichts über, das läuft heute offenbar alles im Hintergrund. Soweit der positive Teil.
Dann kam der unangenehme Teil: Das Importieren der alten Creambase-Daten (Beiträge, Kommentare, Bilder, Videos, alles) ist nicht möglich. Keine Chance. Die neue Version akzeptiert keine Daten aus derart alten Versionen (siehe oben), da diese Versionen aus heutiger Sicht absolut unsicher sein können und die Daten, die diese Versionen exportieren eben auch. Keine Chance.
Da saß ich nun. Knapp sieben Jahre Creambase-Beiträge in einer großen Sicherungsdatei und wohl keinerlei Verwendung mehr dafür. Bei den letzten Änderungen war zwar einiges bereits verloren gegangen: Keine Smilies, Codeschnipsel in alten Beiträgen, keine Bilder mehr in Beiträgen vor 2010. Außerdem war das Format noch nicht auf Breitbild-Monitore skaliert, über Android oder iOS konnte man nur schwer auf die Creambase zugreifen und so weiter. Aber trotzdem: Das sind viele “Hörbar”-Folgen, elf “Fast Forward”-Beiträge, unzählige Auslassungen über verschiedenste (meist völlig belanglose) Themen der Weltgeschichte. Und auch wenn in letzter Zeit wirklich nicht mehr viel hinzugekommen ist: Im Archiv zu blättern hat mir meist eine Menge Spaß gemacht. Das alles verschwindet nun offenbar in einer stumpfen, unschönen Datei auf der externen Festplatte.

Ich hatte zwei Optionen: Das Ende der Creambase oder ein Neustart. Es gab zugegebenermaßen ein paar frustrierte Minuten, in denen ich überleg habe, die Creambase einzustampfen und in guter Errinerung zu behalten. Die Domain werde ich wohl noch lange behalten, aber dann wäre das hier nur noch Tippspiel und Dateilager geworden, ohne die eigentliche Creambase. Ohne das, dessen Wort ich eigentlich zu vermeiden versuche: Ohne den Blog.

Aber das wäre ein verdammt unwürdiges Ende gewesen. Der erste Post 2012 auf der Creambase beschreibt also den Neustart der Creambase. Mit neuem Design, mit neuer Software, mit neuer Motivation! ;)

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Song des Tages

Janina:
Dredg-Sang Real

Lisa:
Men Without Hats-Safety Dance

Basti:
Beatsteaks-Hello Joe (Live)

Matthias:
Alicia Keys feat. Jay-Z-Empire State Of Mind

André:
The Scorpions-Wind Of Change

Nele:
Ingrid Michaelson-Breakable

Christoph:
Bad Religion-You

Robert:
Vertical Horizon-Save Me From Myself

Niklas:
Martin Jondo-Rainbow Warrior

Hauke:
Gerhard Winkler-Chianti Lied

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Iron Man 2

Da eine Fortsetzung ja mittlerweile obligatorisch ist: Teil zwo des Eisenmanns. Wars gut?

N halbes Jahr ist vergangen und Tony Stark inszeniert aus seiner Doppelidentität “Iron Man” eine unfassbare Show, wird aber von der US-Regierung unter Druck gesetzt, den Kampfanzug zur nationalen Verteidigung zur Verfügung zu stellen. Er argumentiert mit der absoluten Sicherheit des Anzugs, doch als ihn in Monacco der frustrierte Bösewicht Ivan Wanko fast auseinander nimmt kommen Zweifel auf und die Regierung erhöht den Druck. Auch Tonys Gesundheit lässt mehr und mehr zu wünschen über…
Gut: Die Action. Der Film ist wild und bunt und laut. Das lässt sich richtig gut ansehen und ist sicherlich ein Kanidat für die blaue Disc. Auch gut: Die Auftritte von Frau Johansson und Frau Patrol sind optisch ansprechend, der Auftritt von Samuel ist cool. :-p Überhaupt sieht man auf einmal sehr bekannte Gesichter: Von Larry King über Olivia Munn bis hin zu einem der letzten Erscheinungen von DJ AM (der übrigens Teile seines Coachella-Sets anspielt). Erwähnung muss auch der AC/DC-Soundtrack finden. Wie simpel und cool doch der “Highway To Hell” ist, hatte ich ganz vergessen. :rock:
Aber irgendwie konnte ich dann nach dem Film nicht in den Tenor “großartiger Film” und “ganz stark” einstimmen. Warum nicht? Irgendwie komm ich nicht mit diesem Umfeld klar. Diese Mischung aus Transformers und den Power Rangers ist schlicht nicht so meins. Vor allem als es dann immer mehr Anzüge und dann irgendwann auch selbstständige Figuren wurden, wurd mir das zu albern…Kann verstehen, wenn Leute diesen Film super finden. Mein Ding ist das nicht so…Leider.

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